Arbeitszeit

Arbeitszeitmodelle

Mitarbeitende können zwischen den bestehenden verschiedenen Arbeitszeitmodelle auswählen, sofern es die dienstlichen Verhältnisse zulassen. Ein Anspruch besteht nicht. Die Teilnahme an einem der Modelle ist freiwillig.

Lebensarbeitszeit mit Zeitkonten

Angestellte können mit der Lebensarbeitszeit Arbeitszeit vorholen (ansparen) und zu einem späteren Zeitpunkt kompensieren. Die Angestellten erhalten während der Zeit des Vorholens den Lohn für einen reduzierten Beschäftigungsgrad (entlöhnter Beschäftigungsgrad), leisten jedoch effektiv den ursprünglichen höheren Beschäftigungsgrad (geleisteter Beschäftigungsgrad). Der entlöhnte Beschäftigungsgrad wird somit reduziert, ohne dass der geleistete Beschäftigungsgrad verändert wird. Die nicht entlöhnten Stunden werden einem Stundenkonto gutgeschrieben.

Die angesparte Zeit kann dann in grösseren Blöcken von mindestens 12 Wochen kompensiert werden (z.B. für Elternurlaub oder eine längere Reise). Das Modell "Lebensarbeitszeit mit Zeitkonten" ermöglicht insbesondere einen "Vorruhestand" mit Lohn! 

Jahresarbeitszeit

Mit dem Jahresarbeitszeitmodell wird die Arbeitszeit pro Jahr auf der Basis einer wöchentlichen Regelarbeitszeit nach Massgabe der betrieblichen und persönlichen Bedürfnisse im Voraus für ein Kalenderjahr festgelegt. Die Sollarbeitszeit gemäss Beschäftigungsgrad wird nicht verändert, ebenso wenig der Lohn. Damit erhalten die Mitarbeitenden die Möglichkeit, die Jahresarbeitszeit individuell oder nach Arbeitsanfall auf ein Jahr zu verteilen und beispielsweise mit unterschiedlichen Teilpensen zu arbeiten oder die Jahresarbeitszeit innert weniger als zwölf Monaten zu erbringen. Dieses Modell ist auch besonders geeignet für Stellen mit stark schwankendem Arbeitsanfall.

Solidaritätsmodell - Arbeitszeitverkürzung bei drohender Entlassung

Das Solidaritätsmodell gelangt dort zur Anwendung, wo drohende Entlassungen (Sanierungen, Sozialpläne) durch solidarische Arbeitszeitreduktionen (mindestens 5%, maximal 20%) von mehreren Mitarbeitenden während einem bestimmten Zeitraum (längstens zwei Jahre) aufgefangen werden können. Die Teilnahme am Solidaritätsmodell ist freiwillig. Der Kanton übernimmt einen Drittel des Lohnausfalls. Die Lohnreduktion für die Mitarbeitenden beträgt somit zwei Drittel der Arbeitszeitreduktion.