Elternschaft

Mutterschaftsurlaub

Der Mutterschaftsurlaub bezweckt einerseits die gesundheitliche Erholung von Schwangerschaft und Geburt, andererseits die Intensivierung der Mutter-Kind-Beziehung.

Mutterschaftsurlaub führt zu keiner Kürzung des Ferienanspruchs.

Anspruch

Arbeitnehmerinnen haben bei der Geburt ihres Kindes Anspruch auf einen bezahlten Mutterschaftsurlaub von insgesamt 16 Wochen. Sie erhalten während dieser Zeit den vollen Lohn.

Ausgenommen sind einzig befristete Arbeitsverhältnisse, bei denen der Anspruch auf bezahlten Urlaub nur bis zum vereinbarten Austrittstermin besteht sowie Kündigungen durch die Angestellten selber auf einen Termin vor Ablauf des Mutterschaftsurlaubs. In diesen Fällen besteht allenfalls ein Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung direkt gegenüber der Ausgleichskasse.

Beginn des Urlaubs

Der bezahlte Mutterschaftsurlaub beginnt frühestens zwei Wochen vor dem ärztlich bestimmten Niederkunftstermin. Bleibt die Arbeitnehmerin wegen schwangerschaftsbedingten Beschwerden vor der Geburt der Arbeit fern, werden die letzten zwei Wochen der Abwesenheit vor dem tatsächlichen Niederkunftstermin dem 16-wöchigen Mutterschaftsurlaub angerechnet. Mindestens 14 Wochen des Urlaubs müssen nach der Geburt bezogen werden.

Hat die Mitarbeitende den Mutterschaftsurlaub zwei Wochen vor dem ärztlich bestimmten Termin angetreten und hat sie die Niederkunft nach diesem ärztlichen Termin, werden die Tage zwischen dem ärztlich errechneten Zeitpunkt und der tatsächlichen Niederkunft nicht vom Mutterschaftsurlaub abgezogen, sondern als unbezahlter Urlaub gewährt.