(Vorzeitige) Pensionierung

Erreichen der Altersgrenze 65 (§ 24c PG)

Das Pensionierungsalter beträgt für Frauen und Männer 65 Jahre. Neu ist für die Pensionierung mit 65 keine Entlassung mehr nötig. Das Arbeitsverhältnis endet von Gesetzes wegen am Ende des Monats, in welchem Mitarbeitende das 65. Altersjahr vollenden. Bei Lehrpersonen der Mittelschulen und Berufsfachschulen endet es am Ende des Semesters, bei Volksschullehrpersonen am Ende des Schuljahres.

Die BVK richtet eine Altersrente aus. Das Rentenziel entspricht 60% des versicherten Verdienstes. Die voraussichtliche Rentenhöhe (abgestuft nach Rücktrittsalter) erfahren Sie aus dem Versicherungsausweis, den Ihnen die BVK jährlich zustellt. Anstelle einer Rente können  die Mitarbeitenden teilweise oder ganz die Auszahlung des Sparguthabens als Kapital verlangen.

Altersrücktritt (§ 24a PG)

Von einem Altersrücktritt spricht man, wenn die Pensionierung auf Wunsch der oder des Mitarbeitenden vor Vollendung des 65. Altersjahres erfolgt. Ab 60 haben Mitarbeitende die
Möglichkeit, unter Einhaltung der Kündigungsfristen den Altersrücktritt zu erklären.

Die BVK richtet eine Altersrente aus (Auszahlung des Sparguthabens in Kapitalform wie bei "Erreichen der Altersgrenze 65"). Unter gewissen Voraussetzungen (Erwerbstätigkeit, die nahtlos an das alte Arbeitsverhältnis anschliesst oder Anmeldung bei der Arbeitslosenkasse) können die Mitarbeitenden auf ihren Wunsch die Überweisung des Freizügigkeitsguthabens verlangen. 

Im Falle des Bezugs einer Altersrente richtet die BVK auf Wunsch der Mitarbeitenden bis zum Erreichen des AHV-Alters einen Überbrückungszuschuss aus, der teilweise vom Kanton übernommen wird, teilweise von der bzw. dem Mitarbeitenden selbst finanziert wird, indem die BVK-Rente ab AHV-Alter leicht gekürzt wird.

Entlassung altershalber (§ 24b PG)

Um eine Entlassung altershalber handelt es sich, wenn der Arbeitgeber den Anstoss zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gibt und die Entlassung unverschuldet ist. Der Kanton hat die Möglichkeit, Mitarbeitende aus sachlich zureichenden Gründen ab 58 Jahren altershalber zu entlassen. Zureichende Gründe sind etwa Umstrukturierungen, neue Anforderungen an die Stelle und technische Umstellungen.

Die BVK richtet eine Altersrente aus (Auszahlung des Sparguthabens in Kapitalform wie bei "Erreichen der Altersgrenze 65"). Der Arbeitgeber finanziert die künftigen Spargutschriften bis Alter 65, damit die Rente ungefähr eine Höhe erreicht, wie wenn die Betroffenen bis 65 gearbeitet hätten. Unter den gleichen Voraussetzungen wie beim Alterstrücktritt (vgl. oben) können die Mitarbeitenden die Überweisung des Freizügigkeitsguthabens verlangen.

Im Falle des Bezugs einer Altersrente richtet die BVK auf Wunsch der Betroffenen bis zum Erreichen des AHV-Alters einen Überbrückungszuschuss aus (Finanzierung des
Überbrückungszuschusses vgl. "Altersrücktritt").

Mitarbeitende, die unverschuldet altershalber entlassen werden, haben Anspruch auf eine
Abfindung zwischen einem und fünfzehn Monatslöhnen, sofern sie mehr als fünf Jahre beim Kanton gearbeitet haben. Die Rentenansprüche der BVK beginnen nachher zu laufen.