Kündigungsschutz

Den kantonalen Mitarbeitenden steht ein umfassender Kündigungsschutz zu. Dieser Kündigungsschutz geht grundsätzlich weiter als bei privatrechtlichen Arbeitsverhältnissen.

Die Kündigung durch den Staat darf nicht missbräuchlich sein und kann nur aus einem sachlich zureichenden Grund ausgesprochen werden. Ein solcher Grund kann zum Beispiel langandauernde Krankheit, die Aufhebung der Stelle aus organisatorischen oder wirtschaftlichen Gründen oder mangelhafte Leistungen oder unbefriedigendes Verhalten sein.

Bevor eine Kündigung aufgrund mangelnder Leistung oder unbefriedigenden Verhaltens ausgesprochen werden kann, muss dem/der Mitarbeitenden in der Regel eine angemessene Bewährungsfrist zwischen einem und sechs Monaten eingeräumt werden. Ausserdem ist in solchen Fällen vor und nach der Bewährungsfrist je eine Mitarbeiterbeurteilung durchzuführen.

Fristlos kann eine Kündigung ausgesprochen werden, wenn die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen unzumutbar ist. Dies ist etwa bei groben Pflichtverletzungen der Fall, zum Beispiel bei strafbaren Handlungen wie Diebstahl oder Veruntreuung oder trotz Verwarnung wiederholten schweren Unkorrektheiten wie etwa ständiges Zuspätkommen.

Ist die Kündigung unverschuldet, haben Mitarbeitende mit mindestens fünf Dienstjahren und einem Alter ab 35 Jahren Anrecht auf eine Abfindung.