Krankheit/Unfall

Lohn bei Krankheit & Nichtberufsunfall

Der Lohnanspruch richtet sich immer nach dem Beschäftigungsgrad. Die Dauer der Lohnfortzahlungspflicht verlängert sich bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit nicht. Ist ein Arbeitsverhältnis befristet, dauert die Lohnfortzahlung längstens bis zum vereinbarten Ende der Anstellung.

Ordentliche Lohnfortzahlung

Die ordentliche Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit oder Nichtberufsunfall hängt von den Dienstjahren des/der kantonalen Angestellten ab: 

  • Im ersten Dienstjahr: 100% des Lohnes während drei Monaten, danach 75% des Lohnes während weiteren drei Monaten;
  • Im zweiten Dienstjahr: 100% des Lohnes während sechs Monaten, anschliessend 75% des Lohnes während weiteren sechs Monaten;
  • Vom dritten Dienstjahr an: 100% des Lohnes während zwölf Monaten.

Ausserordentliche Lohnfortzahlung

Besteht nach Ablauf der ordentlichen Lohnfortzahlung begründete Aussicht, dass die/der Mitarbeitende in absehbarer Zeit wieder arbeitsfähig wird, oder ist die Wiederaufnahme der Arbeit oder die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wegen Invalidität noch ungewiss, kann in der Regel die Weiterausrichtung von höchstens 75% des Lohnes bis zu einer gesamten Lohnfortzahlungsdauer von zwei Jahren bewilligt werden.

Die Taggelder der Nichtberufsunfallversicherung gehen in der Regel direkt an den Arbeitgeber. Sie werden im Umfang, in dem sie die Lohnfortzahlung übersteigen, dem/der Mitarbeitenden vom Arbeitgeber überwiesen.

Hinweis

Im ersten und zweiten Dienstjahr empfiehlt sich in der Regel das Abschliessen einer privaten Taggeldversicherung mit aufgeschobenem Leistungsbeginn, um den Lohnausfall bis zum Erlass einer allfälligen Invalidenrente zu überbrücken, da der Entscheid der Invalidenversicherung in der Regel frühestens nach einem Jahr ergeht.